Das Aus von DaWanda, dem in Deutschland führenden Marktplatz für Handgemachtes, kam für viele Händler als Schock. Es ist der Super-Gau für Selbstständige, die teilweise den größten Teil ihrer Einnahmen über DaWanda beziehen.

Nach dem Bekanntwerden der Schließung von DaWanda muss nun alles schnell gehen. Ende August wird es die Plattform nicht mehr geben. Entsprechend gekränkt und auch verängstigt zeigen sich die Verkäufer, die zuvor zu der „Love Brand“ DaWanda gehalten hatten.

Etsy als Alternative für DaWanda-Shopbetreiber?

DaWanda-Gründerin und Start-Up-Ikone Claudia Helmig bietet den Verkäufern eine vermeintliche Lösung. Über ein Tool ist es möglich den eigenen DaWanda-Shop in wenigen Klicks zu Etsy umzuziehen. Doch der „aufgezwungene“ Umzug zum US-Riesen stößt vielen Verkäufern sauer auf.

Die Verkäufer, die sich teilweise eine starke Präsenz und Fangemeinde bei DaWanda erarbeitet haben, fürchten auf der riesigen Plattform unterzugehen. Auf Etsy werden 50 Millionen Produkte angeboten. Auf DaWanda waren es 4 Millionen. Der Konkurrenzkampf fällt deutlich härter aus.

Zudem fürchten viele um ihre Daten und den Datenschutz. Gerade im Rahmen der DSGVO ist nicht klar, wie riskant der Umzug zu Etsy wirklich ist.

Weiteres Ärgernis: Die DaWanda-Startseite leitet potentielle Käufer schon jetzt aggressiv zu Etsy um. Das dürfte viele Shop-Betreiber einiges an Verkäufen kosten.

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Mit dem eigenen Online-Shop bereits zum Weihnachtsgeschäft wieder erfolgreich

 Knapp zwei Monate bleiben den DaWanda-Verkäufern, um ihre virtuellen Umzugskartons zu packen und zu Etsy zu wechseln. Der eigene Online-Shop ist eine lohnende Alternative. Hier kann der Verkäufer frei entscheiden. Er steht nicht plötzlich – wie jetzt bei DaWanda – vor vollendeten Tatsachen.

Mit dem eigenen Webshop hat der Händler die Möglichkeit seine Marke effektiv auszuspielen. Ohne, dass hohe Provisionen an eine Plattform gezahlt werden müssen.

Dabei muss der Shop nicht der einzige Kanal bleiben. Weiterhin kann auf Plattformen wie Etsy, Ebay, Amazon und mehr verkauft werden. Schließlich ist nicht zu verkennen, dass hier eine große Masse an potentiellen Verkäufern unterwegs ist. Dennoch bietet der eigene Online-Shop viele Möglichkeiten zusätzliche Kunden zu gewinnen und die eigene Marke effektiv zu platzieren.

 

Vorteile des eigenen Online-Shops

  • Voller Gewinn – zahlen Sie keine hohen Provisionen an Portale
  • Unabhängig – keine Abhängigkeit von Etsy & Co.
  • Datenschutzkonform – gehen Sie auf Nummer sicher!
  • Ihre Marke im Fokus – komplett in Ihrem Design und Ihrer Message
  • Volle Kontrolle – über Preise, Versand, Aktionen und mehr
  • Transparenz – analysieren Sie Ihre Besucher, Käufe und Wege auf der Website
  • Webshop als Verkaufskanal – Sie können weiterhin über Etsy, Amazon, Ebay und weitere Plattformen verkaufen
  • Effektives Marketing – machen Sie Werbung für Ihren Shop, nicht für eine andere Plattform

 

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DIY-Online-Shop – Professionelle Website, die Sie selbst bearbeiten können

Dank Content-Management-Systemen wie WordPress oder Shopware müssen Sie keinen Code mehr schreiben, um Ihren Online-Shop zu bearbeiten. Intelligente Einstellungsmöglichkeiten und praktische Baukasten-Tools ermöglichen es Ihnen auch ohne große Erfahrung den eigenen Shop zu bearbeiten.

Doch die Grundeinrichtung sollten Sie in professionelle Hände geben. Die Übersetzung Ihres Designs für das Web, die Gestaltung grundlegender Elemente und eine einheitliche Designsprache sollten stimmen.

Noch wichtiger: Struktur und Aufbau der Website. Nur wenn sich die Seite (auch mit dem Smartphone) schnell und intuitiv nutzen lässt, wird der Shop performen. Auch sollte der Shop so optimiert sein, dass er in Suchmaschinen wie Google aufgelistet wird.

Darüber hinaus sollten Sie freie Hand haben selbst Produkte hinzuzufügen, Angebote und Gutscheine zu erstellen und Seiten zu überarbeiten.

Steht der Shop gibt es viele Marketingmöglichkeiten, die sicher Gewinn generieren.

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Kunden erreichen über Suchmaschinenwerbung

Wer etwas einkaufen möchte, der besucht meist erst einmal Google. Über Werbeanzeigen können Sie sich dort zu ausgewählten Suchanfragen ganz oben platzieren. So erreichen Sie Interessenten, die genau nach dem suchen, was Sie anbieten!

Google-Werbung lässt sich sehr genau steuern. Sie legen fest, wie Ihre Anzeige aussieht, was ein Klick kosten soll und zu welchen Suchanfragen sie geschaltet wird. So können Sie dauerhaft Werbung schalten, ohne Verlust zu machen. Denn der Erfolg von Suchmaschinenwerbung (Search Engine Advertising, kurz SEA) lässt sich berechnen.

Ein Beispiel:

Ein Shop verkauft Fliegen für Herren aus Holz. Ein sehr spezielles Produkt mit klarer Zielgruppe. Der Einfachheit halber setzen wir den Preis pro Fliege auf 50 €. Um Gewinn zu erzielen, darf es nicht mehr als 10 € kosten einen Kunden zu akquirieren.

Über den Google-Keywordplaner können wir jetzt herausfinden, wie teuer es ist Anzeigen für Holzfliegen zu schalten. Hier nur einige Beispiele der möglichen Suchanfragen mit Anzahl der Suchaufrufe und den durchschnittlichen Kosten für einen Klick auf die Anzeige in Google.

Suchbegriff Durchschnittliche Suchanfragen pro Monat Durchschnittliche Kosten für Platzierung in Google
holz fliege 100 – 1000 0,37 € bis 0,48 €
holzfliege 1000 – 10000 0,36 € bis 0,54 €
fliege aus holz 100 – 1000 0,38 € bis 0,52 €
holzfliegen 100 – 1000 0,35 € bis 0,55 €
fliege holz 100 – 1000 0,33 € bis 0,51 €
holzfliege kaufen 100 – 1000 0,25 € bis 0,48 €
holzfliege herren 100 – 1000 0,38 € bis 0,55 €
geschenke aus holz 1000 – 10000 0,16 € bis 0,46 €

 

Mehrere hundert bis mehrere tausend Suchanfragen gehen zu den Begriffen ein. Natürlich kann man diese noch um viele mehr erweitern.

Für unsere Rechnung nehmen wir einen durchschnittlichen Klickpreis von 0,40 €. Einen Maximalwert können Sie übrigens selbst bestimmen und jederzeit anpassen. Jeder Besucher, der über Google-Werbeanzeigen auf die Website kommt, kostet unseren Shop also 0,40 €.

Da die Suchanfrage sehr spezifisch ist und unser Shop alle Anforderungen des Kunden erfüllt, gehen wir von einer Responserate von 5 % aus. Von 100 Besuchern des Shops über die Anzeige kaufen also 5 Besucher ein.

Lohnt sich der Einsatz von Google-Werbeanzeigen in diesem Beispiel?

0,40 € x 100 = 40 € Kosten

40 € Werbekosten auf 5 Bestellungen = 8 € Werbekosten

5 Bestellungen á 50 € = 250 €

Die Werbekosten liegen in diesem Beispiel unter den maximalen Kosten von 10 €. Hier ist also sogar noch ein Spielraum für Angebote oder Gutscheine.

Die Werbeanzeige kann dauerhaft geschaltet werden und amortisiert sich. Es wird mehr eingenommen, als für die Werbung ausgegeben wird. Dabei sind Nachkäufe, Empfehlungen, Käufe weiterer Produkte noch nicht mit eingerechnet!

SEA ist somit eine interessante Werbechance – die in dieser Form nicht über eine dritte Plattform wie Etsy möglich ist, auch wenn sich hier durch gekaufte Werbeplätze natürlich auch eine bessere Positionierung erreichen lässt.

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Der DIY-Shop als Marke

Bis jetzt hatte sich DaWanda als große und beliebte DIY- und Handgemacht-Marke in Deutschland etabliert. Davon profitierten die Verkäufer. Es entstand eine lebendige Community rund um die Trendthemen.

Mit einem eigenen Online-Shop haben Verkäufer die Chance sich selbst als Marke zu platzieren. Denn im Gegensatz zu DaWanda und Etsy ist der Händler hier nicht auf ein kleines Profil beschränkt. Der eigene Shop bietet viele Möglichkeiten – von der Einbindung eines Blogs über eigene Videos bis zu eleganten „Über uns“-Seiten, die einen Blick hinter die Kulisse bieten.

Über den Online-Shop hat der Verkäufer die Möglichkeit selbst als Marke aufzutreten und seine eigene Fangemeinde zu schaffen. Ohne um die Aufmerksamkeit des Kunden kämpfen zu müssen.

Farbe, Designsprache und Tonalität bestimmt der Verkäufer auf seinem Shop selbst. So entsteht eine Bedeutung in den Köpfen der Zielgruppe. Und Kunden kaufen Bedeutung.

Jedes Erlebnis mit der Marke wird viel intensiver wahrgenommen, wenn diese als eigenständige Marke zu erkennen ist. Und nicht nur als einer von über 1,9 Millionen aktiven Verkäufern bei Etsy.

Dabei bietet der eigene Shop viel mehr Funktionen als eine solche Plattform. Neben dem Blog, Portfolios, verkaufsorientierten Landingpages, einem Forum, Kommentar- und Bewertungsfunktionen, eröffnet Ihnen Ihre Website eine Vielfalt an Chancen.

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Alternativen zu DaWanda? Ergänzende Lösungen zum eigenen Webshop

Auch wer einen eigenen Shop betreibt muss auf die Kaufkraft, die in Etsy & Co. steckt nicht verzichten. Mit dem Ende von DaWanda wechseln viele Händler, die nicht auf den US-Giganten setzen wollen zu weiteren Plattformen aus Deutschland.

Beispielsweise muss Palundu bereits jetzt seine Server wegen des Ansturms upgraden. Demnächst erscheinen soll Uwubu, eine Plattform, die  verspricht den Geist von DaWanda weiterleben zu lassen. Ob diese Anbieter die Fehler von DaWanda lösen können bleibt fraglich.

Schlauer macht es der Online-Marktplatz für Hochzeitsprodukte und -dienstleister Anna & Belle. Hier fokussiert man sich ganz klar auf das Thema Hochzeit und bietet neben dem Shop ein zusätzliches Dienstleisterverzeichnis an. Eine interessante Nische, da sich Verkäufer dort sehr zielgruppengerecht platzieren können. Zudem gibt es ein Magazin sowie einen Eventkalender rund um das Thema.

Wir empfehlen das Thema integriert zu betrachten und die genutzten Kanäle breit zu fächern. So besteht nicht das Risiko plötzlich vor dem Aus zu stehen, wenn ein Marktplatz wegfällt. Der eigene Shop ist dabei stets sicher – und lässt sich auch mit Unterstützung einer Werbeagentur kostengünstig in Betrieb nehmen.

Gerne beraten wir Sie unverbindlich zu dem Thema und entwickeln gemeinsam ein Konzept darüber, welche Chancen und Kontaktpunkte zu Ihrem Shop passen.