Lieber Kunde, wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie ein gesegnetes Weihnachtsfest und…“ Gähn! Spätestens ab diesem Punkt beginnt der gelangweilte Leser, den restlichen Text (wenn überhaupt) kurz zu überfliegen und die Grußkarte zwischen dutzenden anderen in der Schreibtischschublade zu verstauen.

Eine unpersönliche Ansprache, klischeebeladene und austauschbare Texte sind nicht gerade die optimalen Bestandteile ansprechender Weihnachtspost. Viel sinnvoller ist es, die Mühe in Weihnachtsgrüße zu investieren, die den Beschenkten tatsächlich ansprechen, die Kundenbeziehung stärken und im besten Fall neuen Bedarf wecken. Wir verraten, wie man’s richtig macht.

Post zur Weihnachtszeit – Timing ist alles

Wird Weihnachtspost mit werblicher Absicht verschickt, ist strategisch kluges Timing das A und O. Dabei gilt es folgenden Grundsatz zu beachten: Es gibt zwei Arten von Weihnachtskunden. Einerseits die Übereifrigen, die bereits im Sommer ihre Geschenkliste komplett und im November alle Einkäufe getätigt haben. Andererseits die Last-Minute-Shopper, die noch an Heiligabend selbst mit panischen Augen durch die Geschäfte rasen.

Beide Kundengruppen müssen bei dem Versand von Weihnachtspost berücksichtigt werden. Achten Sie deshalb darauf, die Weihnachtskampagne nicht zu spät zu starten. Im Idealfall geht die Weihnachtspost schon Anfang November raus, um auch die Früheinkäufer von Ihrem Angebot profitieren zu lassen.

Die Gretchen – äh – Christkind-Frage: E-Mail oder Post?

Längst gibt es nicht mehr nur die Möglichkeit, Weihnachtsgrüße auf postalischem Weg zu versenden. Digitale Mailings erfreuen sich seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit. Die Vorteile sind klar: Weniger Kosten, kein Papierstau, schnellerer Versand.

Trotz der großen Popularität der Weihnachtsgrüße per E-Mail ist diese Art der Wunschübermittlung aber nicht bei jedem Kunden beliebt. Viele bevorzugen nach wie vor die haptische Erfahrung einer Weihnachtskarte aus Papier. Es ist daher empfehlenswert, analoge und digitale Medien miteinander zu kombinieren, um wirklich jeden Kunden emotional abzuholen.

Sie haben (Weihnachts-)Post – ein Klassiker, neu interpretiert

Übermitteln Sie Ihre Weihnachtsgrüße auf postalischem Weg, gibt es zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten abseits der handelsüblichen Postkarte. Denn mal ehrlich: Niemand unter 70 fühlt sich von Grußkarten angesprochen, auf denen Engelchen mit goldenen Flügeln abgebildet sind.

Personalisierte Postkarten, in denen der Name des Empfängers eingefügt wird, können zum Beispiel mit einem witzigen Weihnachtsfoto der Belegschaft oder einem Foto mit Bezug zum Tätigkeitsfeld verschickt werden.

Etwas aufwendiger, aber auch eindrucksvoller, ist eine ansprechend bedruckte Doppelklappkarte mit einem personalisierten Text auf durchsichtiger Einlage. Diese kann sogar beduftet werden – zum Beispiel passend mit weihnachtlichen Aromen wie Zimt oder Bratapfel.

Weihnachtsgrüße mal anders – Kreativität lohnt sich!

Kreative Ideen müssen nicht unbedingt teuer sein. Wer Optik und Inhalt gut durchdenkt, kann auch mit einem kleineren Budget eine große Wirkung erzielen. Eine originelle Idee ist die Gestaltung von Aufklebern mit Firmenlogo und Weihnachtsgruß. Diese können auf alle Umschläge geklebt werden, die im Dezember an die Kunden rausgehen.

Weihnachtskarten abseits der Norm sind generell ein guter Einfall – vor allem wenn ihr Design einen direkten Bezug zum Unternehmen aufweist. Schuhgeschäfte können ihre Weihnachtskarten in Form eines Nikolausstiefels versenden, Bäckereien verschicken einen Spekulatius mit Logo, Teegeschäfte schenken kleine Teeproben – die Möglichkeiten sind schier endlos.

Weihnachtspost – knackig und ohne Klischee-Füllung

Was für das Design gilt, trifft auch auf den Inhalt zu. Gestalten Sie den Text außergewöhnlich und informell, fernab der üblichen Klischees. Dabei gilt es, immer die Zielgruppe im Auge zu behalten und gegebenenfalls unterschiedliche Texte anzufertigen. Die Eigenwerbung sollte eher beiläufig vermittelt werden. Auch möchte niemand von einem überlangen Text erschlagen werden. Daher gilt für die Grußbotschaft: Lieber kurz und knackig!

Ganz wichtig: Die Post personalisieren! Unpersönliche Standardformulierungen kommen gar nicht gut an – vor allem bei langjährigen Kunden. Es wirkt gedankenlos, für gute Partnerschaft zu danken, wenn es sich beim Empfänger nicht um einen Geschäftspartner handelt. Ebenso ist es unpassend, einen Neukunden für seine Treue zu loben.

Die Betreffzeile ist ein kleines Detail, welches den Unterschied macht ob Ihre Post direkt im nächsten Mülleimer landet oder aufmerksam gelesen wird. Sie muss sich daher von anderen Mailings abheben, um nicht unterzugehen. Es ist keine schlechte Idee, die Betreffzeile an einer kleinen Testgruppe auszuprobieren und bei Misserfolg umzuformulieren.

Weihnachtsfeeling per E-Mail – digitale Möglichkeiten effektiv nutzen

Natürlich gibt es auch die Option, Ihre Weihnachtsbotschaft völlig versandkostenfrei per E-Mail zu verschicken. Der einfachste Weg ist, eine kostenlose E-Card zu nutzen, die mit einem persönlichen Text versehen wird. Jedoch lohnt es sich, auch bei E-Mails etwas mehr Mühe zu investieren. Je origineller der elektronische Weihnachtsgruß ist, desto enger die Kundenbindung.

Verschicken Sie doch ein witziges Foto der Belegschaft oder entwickeln Sie ein Adventsspiel. Dabei ist zu beachten, dass es schwieriger ist, Kunden kurz vor Weihnachten zur Interaktion zu bewegen. Ein Fotowettbewerb stößt vielleicht nicht auf die erhoffte Resonanz, ein Advent-Scrabble hingegen wird sicher gerne gespielt. Und kaum jemand freut sich nicht mit Spannung auf das Öffnen eines virtuellen Adventskalenders.

In Sachen Frequenz gilt es zu vermeiden, in die Spam-Schublade zu rutschen. Anstatt die Kunden mit täglichen Mails zu bombardieren und 24 Türchen vollzustopfen, sind sieben Gewinne in der Woche vor Weihnachten oder auch nur ein Gewinn für jeden Advent oft vollkommen ausreichend.

Weihnachtspost mit Mehrwert: Beschenken Sie Ihre Kunden!

Im Mittelpunkt der Weihnachtspost sollte der Mehrwert für den Kunden stehen. Abseits des Tagesgeschäfts bietet sich nun die Chance, einfach mal „Danke“ zu sagen. Schon mit einer leckeren Beigabe oder einem Gutschein zaubert man dem Kunden ein Lächeln ins Gesicht und weckt positive Assoziationen zum Unternehmen.

Ob Rezepte für Weihnachtsplätzchen, Tipps für Weihnachtsdeko oder Geschenkideen – es gibt viele Möglichkeiten, dem Kunden etwas zurückzugeben und gleichzeitig seine Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten. Sonderaktionen wie Rabatte oder Gewinnspiele wecken zwischen den Jahren das Interesse der Kunden.

 

Geben statt Nehmen – Charity-Mailings

Trotz aller Konsumbereitschaft lässt sich ein Phänomen jedes Jahr zur Vorweihnachtszeit beobachten: Das Besinnen auf mitmenschliche Werte und die Bereitschaft zu geben. Oft entscheidet bei Kunden neben Preis und Produkt auch die persönliche Einstellung zum Unternehmen. Wenn Sie also Ihr Weihnachtsbudget im Namen Ihrer Kunden gespendet haben, ist dies ein guter Aufhänger für den Weihnachtsgruß.

Gute Taten, die ohnehin auf der To-do-Liste stehen, dürfen ruhig nach außen kommuniziert werden. Kaufaufforderungen und Werbebotschaften sind an dieser Stelle allerdings fehl am Platz – der gute Zweck steht bei Charity-Mailings immer im Vordergrund.

In der Weihnachtssaison gilt: Was für die einen zur Kitsch-Falle wird, spornt kreative Köpfe zu wahren Höchstleistungen an. Wir freuen uns darauf, auch in diesem Jahr wieder innovative Ideen für Sie umzusetzen.